AED-Einheit
Wer die Aktivitäten um unsere Ortswehr Nordhastedt schon länger verfolgt, stolpert seit einigen Jahren immer mal wieder über den Begriff „AED-Einheit“.
In unserem heutigen Beitrag möchten wir euch einmal erklären was unsere AED-Einheit ist und was diese macht.
Die AED-Einheit setzt sich aus ungefähr 30 Kameradinnen und Kameraden zusammen und wurde im Jahr 2020 gegründet.
Bei allen Angehörigen handelt es sich um vollausgebildete Feuerwehrkameradinnen und Kameraden, die neben dem normalen Feuerwehrdienst noch die Sonderfunktion in dieser Einheit übernehmen.
Der Leiter unserer AED-Einheit ist Nils Grikschas, der hauptberuflich im Rettungsdienst tätigt ist.
Das Einsatzgebiet der AED-Einheit sind Reanimationen in unserem Ortsgebiet.
Sofern die Rettungsleitstelle bei einem Notruf den Rettungsdienst zu einer Reanimation in das Ortsgebiet Nordhastedt entsendet, werden wir ebenfalls alarmiert. Sinn & Zweck dahinter ist es schnellst möglich eine Herz-Lungen-Wiederbelebung einzuleiten, bis der Rettungsdienst vor Ort eintrifft.
Grundsätzlich werden zwar die Anrufer auch schon am Telefon durch die Kolleginnen und Kollegen der Leitstelle zu einer Reanimation angeleitet, allerdings kann sich jeder die psychische Belastung vorstellen, wenn man einen Familienangehörigen reanimieren muss.
Zudem kann sich jeder wahrscheinlich noch an einen Erste-Hilfe-Kurs erinnern, wie anstrengend eine Reanimation alleine ist.
Wir werden bei einer Reanimation zur Überbrückung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes alarmiert.
Um dieser anspruchsvollen Aufgabe gerecht zu werden, treffen sich die Angehörigen der AED-Einheit regelmäßig zu Übungsabenden, wo die Reanimation geübt wird, aber auch die Handhabung unserer Gerätschaften. Wie der Name der Einheit schon sagt, verfügen wir über einen AED (Automatisierter externer Defibrillator) sowie über eine Sauerstoffflasche und einen Rettungsrucksack.
Im Einsatzfall begeben sich die alarmierten Kameradinnen und Kameraden je nach Lage des Einsatzortes direkt dort hin oder zunächst zum Gerätehaus. Dort wird mit den ersten zwei Kameraden umgehend unser MZF besetzt, auf dem sich unser Equipment befindet, sodass es schnellstmöglich zum Einsatzort gebracht werden kann. Je nach Kräftelage rückt unserer HLF ebenfalls aus, das dann mit mehreren Kameradinnen und Kameraden besetzt ist.
Am Patienten arbeiten von uns nur so viele Kameradinnen und Kameraden wie notwendig!
Sofern möglich wird ein Kamerad die Organisation vor Ort übernehmen.
Je nach Einsatzlage helfen wir dem Rettungsdienst beim Transport zum Rettungswagen.
Nach jedem Einsatz werden die verbrauchten Materialen wieder aufgefüllt, sodass wir wieder einsatzbereit sind.
Ebenfalls erfolgt nach jedem Einsatz eine Nachbereitung. Eine Reanimation ist auch für uns nicht alltäglich! Auch durch das Leben hier im Dorf bleibt es nicht aus, dass wir unsere Patienten teilweise persönlich kennen, was dann natürlich auch eine besondere Belastung für uns darstellen kann.

